Verkehrsgespräch mit Martin Burkert, MdB

29. Juli 2015

Auf Einladung der SPD-Kreistagsfraktion und des SPD-Kreisverbands besuchte der Nürnberger Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Bundestags, Martin Burkert, den Landkreis Ansbach. Im Mittelpunkt des Verkehrsgesprächs stand ein möglicher dreispuriger Ausbau der A6 bis zur württembergischen Landesgrenze.

In seiner Begrüßung wies der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Seidel auf den immer dichter werdenden Verkehr und die dadurch steigende Unfallgefahr hin. „Wie soll es weitergehen?“, richtete der Windsbacher Altbürgermeister Seidel die Frage an Martin Burkert. „Bereits jetzt kommt es vor allem bei Lichtenau immer wieder zu Unfällen und dadurch zu verstärktem Stauaufkommen“. Schon jetzt sei die A6 die meistbefahrene Autobahn Deutschlands. Laut einem Gutachten wird der LKW-Verkehr bis 2030 um 34% zunehmen, der PKW-Verkehr deutschlandweit um 8% und in Bayern sogar um bis zu 30%. Die angestrebte Verlagerung des Transportverkehrs auf die Schiene sei aktuell rückläufig, so Burkert, und betrage derzeit nur 17%.

Der Bundestagsabgeordnete aus Nürnberg bewertete den jetzt beschlossenen Ausbau der A6 zwischen Schwabach und Roth als ersten Schritt. Je schneller es dort vorwärts gehe, desto früher könnten auch Ausbauarbeiten im westlichen Mittelfranken beginnen.

Bezüglich der Finanzierung solcher Investitionsvorhaben gäbe es verschiedene Modelle. Neben dem zurzeit viel diskutierten PPP-Modell (Public-Private-Partnership) hält Burkert die von Bundeswirtschaftsminister Gabriel ins Spiel gebrachte Finanzierung mittels einer Bürgeranleihe für überlegenswert. Schopflochs Bürgermeister Oswald Czech wies auf den dringenden Handlungsbedarf hin. „Wenn die Autobahn in Württemberg bis zur Landesgrenze und zwischen Roth und Schwabach dreispurig ausgebaut ist, wird die Strecke im Landkreis Ansbach zum Nadelöhr“, so Czech. Wie Martin Burkert berichtete, sollen noch in diesem Jahr die Bürger bei der Erstellung des neuen Bundesverkehrswegeplans beteiligt werden.

Die Vertreter der Fraktion und der Lankreis-SPD sind sich mit dem Bundestagsabgeordneten Burkert darin einig, dass der Druck aus der Region erhöht werden muss, um entsprechende Entscheidungen für einen zeitnahen Ausbau der A6 im Streckenabschnitt bayerische Landesgrenze - Schwabach zu erzielen.

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